Nachsorge und REHA/AHB

 

 

Zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und

vier Zyklen Chemo-Therapie sind nach

  zehn langen Monaten geschafft -

 

jetzt sollen Körper und Seele

wieder aufgebaut werden.

 

 


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06.09.2010 - Zusammenfassung der letzten Tage

 

Am vergangenen Wochenende war uns das Wetter wohl gesonnen und wir verbrachten den sonnigen Samstagnachmittag "In der Knoblauchsaue" am Rhein. Joachim wollte gern ein bisschen fotografieren, während ich zu faul war, meine Fotoausrüstung spazieren zu tragen und deshalb nur mit "leichtem Gepäck" los ging. Wir machten eine kleine Wanderung (ca. 1,5 Stunden) und im Großen und Ganzen war es schön ... bis auf eine kleine Kleinigkeit: eine Armee von Mücken war auch dort unterwegs und innerhalb kurzer Zeit waren wir beiden Wanderer zerstochen wie noch nie. Trotz Mückenschutz zählten wir am Abend zu Hause insgesamt über 40 Mückenstiche !! Am Sonntag haben wir deshalb lieber "unseren" Wald unsicher gemacht; dort gibt es wenigstens nicht so viele Mücken.

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07.09.2010 - "Zeitvertreib" beim Warten auf die Reha

 

Vergangene Woche Mittwoch war die letzte Chemo. Mir geht es bis auf die übliche Chemo-Müdigkeit und ein paar kleinen Neben-wirkungen weiterhin gut und jetzt warte ich auf die Genehmigung einer „Onkologischen Reha“; der Antrag mit allen Unterlagen ging vergangene Woche auf die Reise.  Bis ich Bescheid kriege, werde ich mir die Zeit mit diversen Arztbesuchen vertreiben, da ich während der Chemo-Therapie wegen Leukozytenalarm nicht so recht planen konnte; heute Frauenärztin, am Freitag Blutbild beim Onkologen, nächste Woche Hautärztin (Vorsorge wegen diverser Muttermale, Nachsorge wegen Hautkrebs). Am 15. September ist das große Thorax-CT mit Kontrastmittel (Nachsorge bzw. Kontrolle zum Abschluss der Chemo); wenn da nichts gefunden wird, mache ich drei Kreuze, denn dann habe ich es vorerst geschafft. Wenn nicht ... darüber will ich jetzt nicht nachdenken ...

 

Mein heutiger Termin bei der Frauenärztin hat leider eine neue „Baustelle“ ergeben (irgendein undefinierbares Gewächs am Eierstock), aber das sehe ich noch nicht so dramatisch. Am 21.9. muss ich ambulant ins KH zur Zweitmeinung und dann wird entschieden, ob und wann operiert wird. Nach 2 großen Lungen-OPs und mehreren anderen OPs, die ich in der Vergangenheit hinter mich gebracht habe, kann mich der „Verdacht auf Ovarialtumor“ jetzt nicht ernsthaft aus den Latschen kippen. Langsam kriege ich Tumor-Routine … und mein (Galgen)Humor ist auch noch da: für was brauche ich denn noch so einen blöden Eierstock ?

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09.09.2010 - Computer- und Internet-Tag

 

Heute habe ich beim Stöbern im Internet einen schönen Spruch gefunden, der mich direkt angesprochen hat und den ich unbedingt in mein Tagebuch schreiben muss  (er könnte auch genau so von mir stammen): **Ich habe nicht mit Krebs gerechnet ... der Krebs hat nicht mit mir gerechnet; nicht mit meiner Phantasie, meiner Lernfähigkeit, meinem Überlebenswillen ... **  (Ursula Goldmann-Posch)

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10.09.2010 - Kleines Blutbild in Bad Homburg und Tumormarker in Karben

 

Zum Abschluss der Chemo soll heute nochmals Blut abgenommen und untersucht werden (ob sich die Leukos erholt haben?). Kurz nach 10:00 Uhr trudele ich in Bad Homburg beim Onkologen ein und nach knapp 10 Minuten bin ich mit den ermittelten Werten wieder draußen. Die Leukos liegen bei 3.100 und der HB-Wert bei 10,3; in der nächsten Zeit sollte das alles noch ein bisschen nach oben gehen. Da es mir ansonsten gut geht, habe ich daran keinen Zweifel. In Karben angekommen, flitze ich noch bei meiner Frauenärztin 'rein und hole mir die Tumormarker-Werte ab. Sicherheitshalber wurde am Dienstag Blut abgenommen, um nach den Tumormarkern (Eierstockkrebs?) zu schauen; die Werte sind traumhaft gut, denn sie liegen alle im Normalbereich bzw. sind extrem niedrig. Ich freue mich sehr und kann jetzt beruhigt das Wochenende einläuten; der "Eierstock-Termin" im Krankenhaus ist ja erst übernächste Woche. :-)

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11.09.2010 - Besuch bei meiner Namensvetterin und ihrem GöGa (Göttergatten) in Nierstein

 

Um 14:00 Uhr geht es los: wir fahren nach Nierstein/Rhein zu einer lieben fc-Freundin und ihrem Mann. Pünktlich zur verab-redeten Zeit um 15:00 Uhr sitzen wir gemütlich am Kaffeetisch und essen selbst gebackenen Pflaumenkuchen mit Sahne ... einfach köstlich !! Da es der Wettergott heute sehr gut mit uns meint, machen wir uns nach dem Kaffeeklatsch auf den Weg in die Weinberge. Das erste Stück (bergauf) fahren wir mit dem Auto, um meine lädierte Kondition nicht zu arg zu strapazieren. Oben angekommen, genießen wir einen Spaziergang bei bestem Sonnenschein und tollen Ausblicken über die Weinberge und auf den Rhein. Gegen Abend fahren wir in die Altstadt zum Essen und Klönen; ich trinke mein erstes Glas Rotwein seit der Diagnose vor über 10 Monaten und genieße das gemütliche Beisammensein sehr. Müde vom Spaziergang in den sonnigen Weinbergen und dem ungewohnten Wein, aber sehr zufrieden, fahren Joachim und ich am späten Abend nach Hause. Vielen Dank, Christa und Werner, für den wunderschönen Nachmittag und Abend ... das müssen wir unbedingt wiederholen !

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14.09.2010 - Besuch bei der Hautarzt und beim Zahnarzt in Frankfurt

 

Termin bei meiner Hautärztin zur Hautkrebs-Vorsorge. Leider entdeckt sie wieder ein "verdächtiges" Muttermal, das sie entfernen möchte (war/ist bei mir aber schon oft der Fall gewesen und beunruhigt mich nicht sonderlich); am 21. Oktober ist OP-Termin. Ich hatte 2005 ein Malignes Melanom (Schwarzen Hautkrebs), das aber vollkommen im Gesunden entfernt werden konnte (2 OPs). Seit dem sind noch einige Muttermale entfernt worden; sie waren aber nur "dysplastisch" und es gab kein weiteres Malignes Melanom. Naja ... jetzt habe ich noch eine weitere Baustelle.

Am späten Nachmittag fahre ich noch schnell bei meiner Zahnärztin vorbei; die letzte Korrektur ist nötig, damit meine Zähne für dieses Jahr wieder okay sind. Am Abend trinke ich eine extra Menge Cola-Bier, damit meine Nieren das Kontrastmittel beim morgigen CT gut verarbeiten können. Vor dem CT habe ich Bammel; was ist, wenn das Ergebnis nicht gut ist ? Besser ist es, gar nicht dran zu denken ...

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15.09.2010 - Kontroll-CT nach Chemo-Therapie, Radiologische Praxis in Friedberg 

 

Sehr früh am Morgen (06:45 Uhr) fahre ich los in Richtung Friedberg. Heute soll ein Kontroll-CT mit Kontrastmittel gemacht werden; Verlaufskontrolle nach Chemo-Therapie steht auf dem Überweisungsschein vom Onkologen. Bevor ich mich auf die "Röhren-Pritsche" legen kann, muss ich ein 2-seitiges Formular ausfüllen, erhalte eine Aufklärung über die Risiken der Kontroll-Untersuchung mit Kontrastmittel und bekomme eine Braunüle gelegt. Hinlegen, Kontrastmittel rein, 2x tief einatmen und Luft anhalten ... und schon ist alles vorbei. Warten auf die Bilder und den Radiologen, um schon vorab etwas zu erfahren. Aber nein ... es kommt anders als gedacht. Nach einer viertel Stunde kommt der Aufruf. Erwartungsvolle Blicke meinerseits, aber der Radiologe hält sich bedeckt, spricht von suspekten Bereichen auf der operierten Seite, die er noch näher betrachten will und in 2-3 Tagen ginge der Befund an meinen Onkologen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl ... und das noch tagelange Warten ist auch nicht gerade toll ... ich hoffe auf Narbengewebe. Auf der Fahrt nach Hause kreisen meine Gedanken ständig um dieses blöde CT; hoffentlich hält das nicht die nächsten Tage an. Den Rest des Tages versuche ich mich mit Fernsehen und Lesen im Internet abzulenken; zum Schreiben habe ich keine Lust, das muss bis morgen warten !

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17.09.2010 - Reha auf Usedom ... juhu !

Heute ist der vorläufige Bescheid von der BFA für die Reha gekommen. Es steht fest: ich kann/darf nach Ückeritz auf Usedom in die Ostseeblick-Klinik (noch nicht fest steht allerdings der Termin; kriege ich erst in circa 10 Tagen). Ich freue mich sehr darüber und schaue gleich in meinem Krebs-Forum nach, ob es über die Klinik eine Beurteilung bzw. einen Bericht gibt; und tatsächlich gibt es einen hier: http://www.krebskompass.de/forum/showthread.php?t=27933&highlight=Usedom+Reha+Ostseeblick. Das hört sich doch gut an, oder ?  ... und jetzt gehe ich fröhlich ins Wochenende und denke nicht an Montag, wo ich dann beim Onkologen das Ergebnis des CTs mitgeteilt bekomme. Joachim nimmt sich frei und kommt mit zum Arzt; da kann mir nicht viel passieren. <3 <3

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20.09.2010 - Gespräch über das Kontroll-CT mit Onkodoc in Bad Homburg

 

Joachim hat sich extra den Vormittag frei genommen und so fahren wir gegen 10:00 Uhr nach Bad Homburg zum Onkologen. Heute bekommen wir das Ergebnis des CTs vom 15. September. Wie fast immer ist es so, dass sich mein ungutes Gefühl bestätigt. Neben einigen unklaren "soliden" Strukturverdichtungen und an anderer Stelle "streifig konfluierenden" Strukturverdichtungen gibt es einen entscheidenden Satz, der mir den Boden unter den Füßen wegzieht: "Nach dem Verlauf sind die Befunde in erster Linie verdächtig auf ein lokales Tumorrezidiv." Ich hatte so gehofft, dass ich diesen Schxxkrebs besiege ... und jetzt steht er schon wieder vor meiner Tür und klopft unüberhörbar an. Wir beraten zu Dritt, wie es jetzt weitergeht bzw. was jetzt zu tun ist und Onkodoc schlägt vor, ein PET-CT machen zu lassen, um Gewissheit zu haben. Sollte es tatsächlich ein Rezidiv geben, werde ich ab dem Zeitpunkt ein "Palliativ-Patient" sein, d.h. mein Krebs ist unheilbar und die Behandlung ist nur noch lebensverlängernd und nicht mehr heilend. Es fällt mir schwer, darüber nachzudenken; noch weigere ich mich, das zu akzeptieren ... erst will ich es "Schwarz auf Weiss" sehen, dass in meiner Lunge wieder ein Untermieter sitzt ! Sollte es wirklich so sein,  gibt es eine sehr gute  Möglichkeit, mit  bestimmten Tabletten (Dauerchemo) das Biest am Wachsen zu hindern. Dafür muss aber eine Untersuchung des bei der  letzten Lungen-OP entnommenen Tumormaterials vorgenommen werden; untersucht wird auf eine ganz bestimmte Gen-Mutation.  Laut Onkodoc kommen nur 20% der Krebs-Patienten für diese Tabletten in Frage, aber er will parallel zum Warten auf den PET-CT-Termin die Untersuchung des Tumormaterials anleiern. Vor dem PET-CT steht allerdings die Kostenfrage; diese Untersuchung kostet fast 1.400,-Euro und ist keine Regelleistung der KK, also ist eine Kostenübernahme-Erklärung der KK nötig. Onkodoc gibt mir die Unterlagen und den Antrag für die KK mit und wir vereinbaren, dass ich mich melde, sobald ich die Genehmigung habe; dann wird er den PET-CT-Termin mit der Uni Frankfurt organisieren.

Jochim und ich fahren nach Hause und nach einem kurzen Mittags-Imbiss fährt (muss) er wieder ins Büro; ich bleibe mit meinen Ängsten allein zu Hause und irgendwie fühle ich mich wie ein Hamster im Rad. Um mich von meiner "Misere" abzulenken, recherchiere ich bis abends im Internet; das Tagebuch muss erstmal warten.

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21.09.2010 - Gynäkologische Untersuchung im St. Marienkrankenhaus, Frankfurt

 

Kurz nach 08:00 Uhr mache ich mich auf den Weg ins St. Marienkrankenhaus. Trotz Termin muss ich fast 2 Stunden warten, bis ich dran komme; dann allerdings bin ich mit der weiteren Behandlung sehr zufrieden. Eine sehr sympathische Oberärztin nimmt meine gesamte Krankengeschichte geduldig auf (und die ist ja bekanntlich nicht gerade kurz), stellt Fragen, erklärt, gibt Antworten, nimmt sich wirklich Zeit. Auch während der folgenden Ultraschall-Untersuchung bleibt sie mir ständig zugewandt, erklärt mir geduldig, was auf dem Monitor zu sehen ist, vergrößert das Bild, misst aus, beruhigt mich ... ich fühle mich verstanden und gut betreut. In dem anschließenden Gespräch entscheiden wir gemeinsam, dass die Eierstöcke und  Eileiter entfernt werden, da ich sie eh nicht mehr brauche. Außerdem habe ich dann die Sicherheit, dass wenigstens da nichts mehr "passieren" kann. Wir besprechen noch die OP-Methode und sie gibt mir Unterlagen zum Lesen und Unterschreiben mit. Am Freitag muss ich um 08:00 Uhr morgens da sein, um ambulant auf die OP "vorbereitet" zu werden: Blutuntersuchung, EKG, Anästhesist usw.  Am Montag Morgen werde ich dann stationär aufgenommen und direkt operiert. Nach ein paar Tagen ist hoffentlich alles überstanden.

Auf dem Nachhauseweg springe ich noch schnell bei der Krankenkasse vorbei, um die Genehmigung des PET-CTs zu beantragen. An dieser Stelle muss ich unbedingt mal eine Lanze für meine KK brechen !! Um 12:30 Uhr erfolgt die Abgabe und kurze Besprechung des Antrags; um 13:30 Uhr bekomme ich einen Anruf zu Hause: der Antrag ist genehmigt und schon per Fax an die Uniklinik Frankfurt unterwegs, das Original ist auf dem Postweg zu mir. Schneller und problemloser geht es wirklich nicht.

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24.09.2010 - OP-Vorbereitung im St. Marienkrankenhaus in Frankfurt


Obwohl ich pünktlich wie "befohlen" um 8:00 Uhr morgens in der Ambulanz sitze, muss ich wieder fast 2 Stunden warten, bis ich zur Blutabnahme aufgerufen werde. Ein junger Arzt nimmt mir 5 verschieden farbige Röhrchen Blut ab und bespricht mit mir noch mal die Vorgehensweise bei der OP. In einer ruhigen und kompetenten Art erklärt er mir alles ausführlich und beantwortet meine Fragen. Danach werde ich zum EKG geschickt und anschließend zum Anästhesisten. Alles in allem geht es reibungslos vonstatten und um 11:15 Uhr verlasse ich das Krankenhaus mit einem Klistier in der Tasche und einem Einlieferungsschein für Montag. Morgens um 7:00 Uhr soll ich mich nüchtern auf Station 19 im 2. Stock melden. Am Abend vorher muss ich mir zuhause selbst ein Klistier machen (mir graust davor mehr als vor der OP).

Auf dem Nachhauseweg besorge ich noch schnell 2 Tiefkühlpizzen, die Joachim und ich später als Mittagessen verputzen; Freitags kommt er immer schon um 13:00 Uhr vom Büro nach Hause. Am späten Nachmittag erledigen wir unseren üblichen Wocheneinkauf im Großmarkt. Weil wir Morgen (Samstag) zur Photokina-Messe nach Köln fahren wollen, kaufen wir noch extra Proviant für die Messe und machen dann das Auto startklar. Wir haben uns vorgenommen, morgen den ganzen Tag nicht an den unerwünschten Untermieter in meinem Körper zu denken und den Tag auf der Foto-Messe in vollen Zügen zu genießen.

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26.09.2010 (Sonntag) - Resumee der Photokina und tschüß bis nach meiner kleinen Operation

 

Gestern waren wir auf der Photokina in Köln und es war ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag.  Heute bin ich zwar noch ziemlich geschafft vom vielen Rumlaufen, von den vielen Menschen und Eindrücken, von der Luft in den Hallen ... aber gerade diese Atmosphäre macht eine Messe aus und die Ablenkung hat super geklappt. Wir haben neue Kameras gesehen und in der Hand gehabt, u. a. eine neue Kamera von Olympus, die E-5. Es ist das Nachfolgemodell meiner derzeitigen Kamera und ich liebäugele stark damit, sie mir zuzulegen. Sie kommt im Oktober (meinem Geburtstagsmonat) auf den Markt; ich sehe das als "Zeichen" und werde sie mir wahrscheinlich selbst zum Geburtstag schenken. Da Joachim und ich uns schon seit Jahren nichts "nach Kalender" schenken, fällt er als "Geburtstags-Sponsor" aus (außerdem weiß er noch nichts von meinem Plan :-))).

Heute Nachmittag werde ich langsam meine Tasche für morgen packen. Um 7:00 Uhr ist Appell im Krankenhaus. Da ich keinen Laptop mitnehme, verabschiede ich mich jetzt erst einmal für ein paar Tage und melde mich dann, wenn ich nach der OP wieder zu Hause bin. Bis dahin wünsche ich allen Freunden und Lesern meiner Seite eine schöne Zeit und haltet die Ohren steif ... ich tu' das nämlich auch (so schnell lasse ich mich doch nicht beeindrucken ... und von 2 Eierstöcken schon gar nicht !).  Tschüüüüüüß !

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27.09. - 30.09.2010 - Stationäre OP im St. Marienkrankenhaus in Frankfurt


Montag Morgen um 7:00 Uhr: Joachim und ich laufen im St. Marienkrankenhaus ein und ich kann sofort ein vorbereitetes kleines Einzelzimmer beziehen. Nach der üblichen OP-Vorbereitung (modisches Negligé, Reizwäsche und sexy Strümpfe) heißt es warten. Um 9:00 Uhr verabschiedet sich Joachim ins Büro und ich warte weiter. Punkt 10:00 Uhr geht sie los, die Fahrt im Bett zur OP. Nach anfänglichen Problemen mit dem Setzen der Braunüle geht alles schnell und reibungslos; ich schlafe ein und werde nach einer Stunde im Aufwachraum wieder wach. Nach einer Wartezeit von etwa 2 Stunden komme ich wieder in mein Zimmer und verdöse den restlichen Tag mit Fernsehen und Schlafen. Am Abend erhalte ich schon ein normales Abendessen, gehe selbstständig zur Toilette und es ist alles wieder "normal", als hätte nie eine OP stattgefunden.

Dienstag und Mittwoch verlaufen nach dem üblichen Krankenhaus-Chema: wecken, Blutdruck und Temperatur messen, Frühstück, Visite, Mittagessen, Kaffeetrinken, Abendessen, Fernsehen. Ich habe so gut wie keine Schmerzen und mir geht es blendend, sodass die Ärzte meinen, dass ich am Donnerstag (3 Tage nach der OP) nach Hause kann.

Donnerstag Morgen nach dem Frühstück erfolgt noch eine Abschlussuntersuchung, Besprechung des Arztbriefes und einige Unterweisungen, was ich die nächsten 4 Wochen darf oder nicht darf und dann bin ich mit dem Arztbrief in der Hand aus dem Krankenhaus entlassen. Das Ergebnis der Histologie der entfernten Eierstöcke ist einfach wunderbar: neben den "üblichen" Zysten wurden nur ein kleiner gutartiger Tumor, ein sogenanntes "muzinöses Zystadenom" gefunden und es besteht keinerlei Anhalt für Malignität. Ich bin glücklich und könnte die Welt umarmen; eine "Baustelle" weniger !! Joachim holt mich, wie telefonisch vereinbart, um 10:30 Uhr ab und um kurz nach 11 Uhr bin ich wieder zuhause und mache es mir gemütlich. Bei einer Tasse Kaffee lasse ich die vergangenen 3 Tage Revue passieren; ich bin froh, dass ich diesen "Schnitt" gemacht habe und natürlich auch darüber, dass alles so problemlos verlaufen ist. Mir geht es super gut und außer einem leichten Ziehen bei schnellen Bewegungen spüre ich nichts von der vorangegangenen OP ... einfach nur schön ! Tasche auspacken, Wäsche in die Maschine, Terminverein-barungen wegen dem PET-CT und einigen Papierkram erledige ich noch im Laufe des Nachmittags, aber Genaueres, vor allem wegen dem PET-CT gibt es erst Morgen. :-))

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01.10.2010 - Die nächsten Arzt-Termine; mir wird nicht langweilig ...

 

Gestern im Laufe des Tages habe ich mehrfach herumtelefoniert und einige Termine vereinbart und festgelegt. Am kommenden Montag ist als Erstes meine Hausärztin auf dem Plan, denn das neue Quartal hat heute angefangen und einige Überweisungs-scheine müssen ausgestellt werden; außerdem ist der Auszahlungsschein für die Krankenkasse wieder fällig. Nach der HÄ geht es weiter zur KK, den Schein abgeben, damit in ein paar Tagen die Kasse klingelt. Nächste Woche Freitag ist der Besuch der Frauenärztin dran zur Nachsorge der OP. Am 13. Oktober, vormittags, ist Blutabnahme beim Onkologen zur Bestimmung einiger Blutwerte, die beim PET-CT benötigt werden, außerdem benötige ich noch den Überweisungsschein für das PET-CT. Am 15. Oktober wieder zum Onkologen: Blutwerte abholen. Am 19. Oktober ist dann endlich das lang ersehnte PET-CT in der Uniklinik Frankfurt.  Am Morgen soll ich nichts essen, aber mindestens 1 Liter Wasser trinken (für die Nieren). Am 20. Oktober ist die Hautärztin dran: Muttermalentfernung ist mal wieder angesagt (wie schon oft und deshalb schon Routine). Wenn ich Glück habe, ist am 22. Oktober die Besprechung der PET-CT-Ergebnisse beim Onkologen, ansonsten dann am 25. Oktober. Am 27. Oktober habe ich zwar keinen Arzttermin, dafür aber Geburtstag. :-)) Am 29. Oktober werden die Fäden der Muttermalentfernung gezogen. Mir wird also im Oktober nicht langweilig werden (das Wort Langeweile kenne ich sowieso nicht) und im November steht auch schon einiges an; unter anderem mein einjähriger Lungenkrebs-Geburtstag. Unglaublich, wie die Zeit vergeht ...

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04.10.2010 - Resumée vom gestrigen Papa-Geburtstag und Aktuelles

 

Der gestrige Papa-Geburtstag war richtig schön ! Da mein Papa auf unebenen Wegen nicht mehr so gut zu Fuß ist, hatten wir uns auf einen Ausflug in den Luisenpark geeinigt, den mein ansonsten körperlich und geistig noch relativ fitter Vater sehr liebt. Von morgens 10:00 Uhr bis zur Parkschließung bei Einbruch der Dunkelheit verbrachten wir einen wunderschönen, gemütlichen Oktobertag bei Sonnenschein, angenehmen Temperaturen, Spazieren gehen auf dem weitläufigen Parkgelände und leckerem, rustikalen Essen. Von den vielen schönen Eindrücken des Tages wird mein Papa noch lange zehren können. Wir, Joachim und ich, haben auch wieder viel fotografiert ... mal sehen, wann ich dazu komme, die Bilder zu sichten, zu sortieren und einzustellen !?

 

Eigentlich wollte ich heute zu meiner Hausärztin und zur Krankenkasse. Leider hat mein Darm Einwände dagegen, dass ich heute das Haus verlasse (ich habe aus unerfindlichen Gründen ziemlichen Durchfall *grrrrrr*), deswegen habe ich beschlossen, meine für heute geplanten "Besuche" auf morgen früh zu verschieben.  Vielleicht war das köstliche Essen im Luisenpark doch zu "rustikal" ? Na ja, die Tagebuch-Aktualisierung und Park-Bilder gucken macht sowieso mehr Spaß, als beim Arzt im Wartezimmer zu sitzen ... :-)

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05.10.2010 - Arzt- und KK-Besuch zum Quartals-Anfang

 

Der Arztbesuch wegen dem aktuellen Krankengeld-Auszahlungsschein und diversen Überweisungen fürs neue Quartal ist schnell erledigt, ebenso der Besuch bei der Krankenkasse. Einige Fragen bezüglich der Reha-Unterlagen beantwortet mir "mein" KK-Sachbearbeiter freundlich und kompetent und innerhalb einer knappen Stunde sind beide "Anlaufstellen" zufriedenstellend abgehakt. Den Rest des Tages verbringe ich vor dem Computer ... ich bin mit meinen Bildern schwer im Verzug. :-)

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08.10.2010 - Abschluss-Untersuchung bei der Frauenärztin

 

Mit den Worten: "Meine Güte, bin ich froh über das Ergebnis !" begrüßt mich meine Frauenärztin und schüttelt mir begeistert die Hand. Wir unterhalten uns kurz und ich berichte von der OP und wie alles gelaufen ist. Sie tastet noch meinen Bauch ab (nichts hart, nichts schmerzhaft) und entfernt die noch verbliebenen kleinen Pflaster-Strips. Mit einem erleichterten "tschüß, bis nächstes Jahr im Herbst" verabschieden wir uns und ich mache mich auf den "weiten" Nachhauseweg (eine Straße weiter). Zwei Minuten später schließe ich unsere Wohnungstür auf und das Thema "Frauenarzt" ist bis zum Oktober 2011 erledigt. Wenn doch alles so einfach wäre !  Am Nachmittag erledigen Joachim und ich den Wochen-Einkauf und dann kann das Wochenende eingeleitet werden. Das Wetter wird wahrscheinlich gut; mal sehen, was uns für die Seele einfällt. :-)

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10.10.2010 - Ein schöner Oktober-Sonntag

 

Das Wetter soll wunderbar werden und so beschließen wir, den vielleicht letzten sonnigen Oktober-Tag noch auszunutzen. Am Vormittag fahren wir los in den Botanischen Garten und knippsen unsere Chipkarten voll mit den letzten blühenden Pflanzen dieses Herbstes. Es sind einige Raritäten dabei und ich werde in der kalten Jahreszeit einiges zu tun haben, um alle Bilder zu sortieren und für meine Homepage auszuwählen.

Da der Botanische Garten am Sonntag schon um 13:00 Uhr schließt und wir noch voller Tatendrang stecken, fahren wir in das kleine verschlafene Örtchen Eimsheim zum "Gifttierhaus". Obwohl die Aus- stellungsräume mit den Terrarien relativ klein sind, verbringen wir über 3 Stunden in diesem überaus interessanten Haus und können sogar zwei Klapperschlangen-Männer bei ihrem ritualisierten Kampf um ein Weibchen beobachten. Es ist faszinierend anzuschauen, wie die beiden Muskelprotze miteinander ringen und ihre Kräfte messen und die Zeit verfliegt wie im Flug. Ich muss nicht extra erwähnen, dass unsere Kameras geglüht haben ... die nächsten Tage werde ich mich sicher mit Schlangen-Fotos beschäftigen und eine neue Seite auf meiner Homepage eröffnen. Nachdem alle Bilder im Kasten sind, gehen wir in der Nähe in ein kleines Lokal zum Essen und fahren dann nachhause. Todmüde, aber sehr zufrieden fallen wir in unser Bett; ein wunderschöner Tag ist zu Ende.

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13.10.2010 - Blutabnahme bei Onkodoc in Bad Homburg und Besuch im Büro bei den Kollegen


Für das Pet-CT am 19. Oktober werden bestimmte Blutwerte benötigt und so fahre ich nach Bad Homburg zur Blutabnahme. Ich komme sofort dran und muss nicht mal ins Wartezimmer. Nach 10 Minuten verlasse ich die Praxis; in der Tasche einen aktuellen Überweisungsschein für die Uniklinik Frankfurt. Übermorgen, also Freitag, kann ich die Werte abholen, Leukos und HB-Wert erfahre ich gleich: 5.300 und 11,6 (das ist für meine "Verhältnisse" super).

Da meine Arbeitsstelle auf dem Nachhauseweg liegt, beschließe ich kurzerhand, meinen lieben Kollegen einen Besuch abzustatten und mal wieder mein Mail-Postfach durchzusehen. Nach einem kurzweiligen Tag im Büro mit quatschen, Mittag essen, über 300 Mails checken, Kaffee trinken und telefonieren fahre ich um 16:00 Uhr heim. Am Abend bin ich zwar müde, aber es war wieder einmal schön, meine Kollegen zu besuchen und hat mir viel Freude gemacht.

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15.10.2010 - Anruf beim Onkologen


Da mir heute nicht nach Autofahren ist, rufe ich bei Onkodoc an und vereinbare, dass mir die Blutwerte per Post zugeschickt werden. Die MTA verspricht mir, dass ich am Montag alles vorliegen habe. Na, ihr Wort in Gottes Ohr ... am Dienstag ist das PET-CT und ohne die Werte kann die Untersuchung nicht vorgenommen werden. Den Rest des Tages verbringe ich mit telefonieren und Bildbearbeitung; die neue Seite muss bestückt werden. Mal sehen, was das Wochenende bringt ... Ablenkung ist angesagt.

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18.10.2010 - Schlechte Nachrichten rundherum


In den letzten Tagen musste ich mehrere schlechte Nachrichten "verarbeiten", sodass ich gar keine Zeit und Gedanken für mich und meinen Körper "übrig" hatte. Angefangen haben die Hiobsbotschaften mit einem Anruf meines Chefs vergangene Woche: das Projektbüro meiner Firma, bei der ich seit über 12 Jahren beschäftigt bin, wird geschlossen und mit ihm noch mehrere andere Planungsbüros in Deutschland. Über 1.000 Stellen werden abgebaut und mein Chef fragte mich, ob ich mir bei einem Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorstellen könnte, in eine andere Stadt in ein noch bestehen bleibendes Büro umzusiedeln. Theoretisch hätte ich auch noch die Möglichkeit, mich in unserer Zentrale zu bewerben, aber beide Möglichkeiten lehne ich aufgrund meines Alters und mit der Krebserkrankung im Hinterkopf ab. Jetzt müssen wir erst mal abwarten, was sich die Zentrale für einen Sozialplan einfallen lässt und dann wird sich wahrscheinlich die Frage, ob und wann ich wieder ins Arbeitsleben einsteige, erübrigen.

Ebenfalls vergangene Woche ist eine Leidensgenossin nach über 5 Jahren Kampf mit dem Lungenkrebs (einem inoperablen Plattenepithel-Karzinom) verstorben. Ihr Tod hat mich sehr bestürzt und es bedurfte einiger Gespräche mit Joachim und Freunden, um wieder "in die Spur" zu kommen.

Am meisten bestürzt hat mich ein Telefonat mit dem Sohn einer anderen virtuellen Freundin aus dem Lungenkrebs-Forum. Seine Mutter ist fast zum gleichen Zeitpunkt operiert worden wie ich (auch ein Adeno-Karzinom), hat aber nach dem ersten Chemo-Zyklus die Chemo abgebrochen, weil es ihr durch die Chemo so schlecht ging. Trotz Zuredens ihrer Familie und Freunden ließ sie sich nicht zum Weitermachen bewegen. Auch ich hatte im Frühjahr mehrmals mit ihr telefoniert und versucht, sie umzustimmen, es eventuell mit einer anderen Chemo-Medikation zu versuchen; ich konnte sie leider auch nicht zum Weitermachen bewegen. Nachdem seit Wochen kein Lebenszeichen mehr von ihr kam, rief ich an und erreichte ihren Sohn, der mir leider sagen musste, dass seine Mama vor ein paar Wochen unter Hirnmetastasen zusammengebrochen ist und jetzt blind und halbseitig gelähmt im Bett liegt und kaum ansprechbar ist. *Liebe Muki, ich wünsche deiner Familie viel Kraft und dir, dass du ohne Schmerzen und ohne langes Leiden über die Regenbogenbrücke gehen kannst. Ich denke an dich; deiner Einladung, dich zu besuchen, konnte ich leider nicht mehr nachkommen, aber wir sehen uns bestimmt wieder ... irgendwann ...*

Um mich abzulenken, waren wir gestern im Palmengarten Frankfurt zu einer Chrysanthemen-Ausstellung. Es war sehr schön und wir haben wieder viel fotografiert, aber meine Gedanken schweiften immer ab. Morgen ist das PET-CT ...

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19.10.2010 - PET- (Positronenemissionstomografie) -CT in der Uni-Klinik Frankfurt

 

Ganz früh am Morgen machen Joachim (reichlich gefrühstückt) und ich (nichts gefrühstückt, aber 1 Liter Kräutertee intus) uns auf den Weg zur Uni-Klinik Frankfurt, wo das PET-CT gemacht werden soll. Um im dichten Frankfurter Berufsverkehr nicht zu spät zu kommen, fahren wir viel zu früh los und sind schon mehr als eine halbe Stunde eher dort als vereinbart. Nach den Aufnahmeformalitäten geht es für eine gute halbe Stunde ins Wartezimmer, dann werden wir in den Keller gebracht. Wieder warten. Von einem jungen Arzt bekommen wir nach einer ausführlichen Befragung eine kleine Aufklärung und mir wird eine Braunüle gesetzt. Wieder warten. Als nächstes erscheint eine junge Ärztin (?), bettet mich auf einen bequemen Liegesessel und gibt mir die berühmt-berüchtigte Nuklear-Injektion in die Braunüle. Jetzt heißt es: Augen zu und entspannen und zwar 45 Minuten laaaaaang. Da der Liegestuhl sehr bequem und das Zimmerchen mollig warm ist, döse ich ein bisschen ein und die 45 Minuten gehen schnell vorbei. Jetzt heißt es aufstehen, noch mal schnell aufs Klo (die viele Flüssigkeit muss schließlich irgendwo hin), metallische Gegenstände (Brille, Uhr, Schmuck) ausziehen und  meinen Athletenkörper hindrapieren auf die "Pritsche". Wider erwarten ist die Liege recht bequem, wenn man mal von der anstrengenden "Lagerung" absieht (Arme über Kopf, hallo Schulterschmerz). Die nächsten 35 Minuten fahre ich mit der Pritsche in der Röhre hin und her, bleibe stehen, fahre weiter, Kontrastmittel läuft ein, fahre wieder hin und her und irgendwann kommt eine freundliche Helferin, zieht die Braunüle und sagt: alles okay. Nach einer weiteren Wartezeit von fast einer Stunde erhalte ich eine CD mit den Bildern und die Info, dass in ein paar Tagen das PET-CT-Ergebnis bei meinem Arzt vorliegen wird. Da Onkodoc die nächsten 2 Wochen im Urlaub ist, bitte ich um Zusendung einer Kopie des Ergebnisses an mich. Mal sehen, ob das klappt !? Auf dem Weg nach Hause kehren Joachim und ich in einem Bistro-Café ein und verdrücken jeder ein dickes, belegtes Baguette-Brötchen und einen Cappuccino. Jetzt geht es mir wieder gut, denn wenn ich Hunger habe, bin ich zu nix zu gebrauchen. Um 13:30 Uhr setzt mich Joachim daheim ab und fährt gleich weiter ins Büro. Der PET-CT-Tag ist geschafft ... jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen ... wir werden sehen.

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20.10.2010 - Muttermale ... alles muss 'raus   :-)


Heute ist mal wieder ein "Muttermal-Entfernungstag" angesagt. Mehrmals im Jahr werden von meiner Hautärztin einige meiner unzähligen Muttermale entfernt und eingeschickt, um nach bösartigen Veränderungen Ausschau zu halten. Bis jetzt war nur ein Mal ein Basaliom (1997) und ein Mal ein malignes Melanom (2005) dabei. Da alles in sehr frühem Stadium entdeckt wurde, kam ich mit OPs und ohne Chemo oder Bestrahlung davon. Die heutige "Sitzung" geht schnell und wie immer fast schmerzlos von statten; innerhalb von einer halben Stunden sind 4 Muttermale (1 großes, 3 kleine) betäubt, geschnippelt, genäht und verpflastert. In neun Tagen (Freitag nächster Woche) werden die Fäden gezogen und dann ist für dieses Jahr Schluss mit Hautarzt. Wenn das Ergebnis der Gewebeproben außer den üblichen dysplastischen Veränderungen nichts zeigt, ist erst im Frühjahr die nächste Hautkontrolle.

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24.10.2010 - Ergebnisse --- und ein tolles Wochenende


Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich bis jetzt mein Tagebuch noch nicht aktualisiert habe und euch so lange auf die Folter spanne; eigentlich wollte ich schon Freitag Abend schreiben, aber ich komme erst jetzt dazu, weil ständig etwas dazwischen kam. Aber der Reihe nach:

Am Freitag kam das Ergebnis der PET-CT-Untersuchung. Als Joachim am Nachmittag aus dem Büro kam, brachte er den Brief von der Uniklinik Frankfurt aus dem Briefkasten mit hoch in die Wohnung. Zu meinem „Entsetzen“ erlaubte er mir nicht, den Brief zu öffnen, sondern „verfügte“, dass wir erst mal einkaufen gehen sollten und danach den Brief öffnen; mein kleiner „Tyrann“ machte sich Sorgen, dass bei einem eventuellen schlechten Ergebnis der wichtige Wochen-Einkauf ins Wasser fallen würde. Es fiel mir zwar sehr schwer, zu „folgen“, aber letztendlich weiß ich, dass er es immer nur gut mit mir meint und deshalb ging ich brav mit zum Einkaufen. Als Belohnung bekam ich in unserem Großmarkt ein riesiges Stück Kuchen (ich kann halt in keiner Situation zum Essen „nein“ sagen) und einen Cappuccino. Der Einkauf ging glatt über die Bühne und nach gut zwei Stunden schlossen wir wieder unsere Wohnungstüre auf. Taschen abstellen, Jacke ausziehen, Hände waschen und Brief öffnen war eins !! Allerdings las nicht ich zuerst, was drinstand, sondern (auf meinen Wunsch) Joachim. Nach kurzem Überfliegen des 2-DIN-A4-Seiten langen Textes kam ein: „Hmm … sieht gut aus“ und er übergab mir feierlich den Brief. Nachdem ich die alles entscheidenden Sätze gelesen hatte, stieß ich einen Schrei aus und wir fielen uns in die Arme; es war ein unbeschreibliches Gefühl der Erleichterung und Freude. WOW !

Während ich dann den halben Abend versuchte, mir von Herrn Google das Mediziner-Deutsch erklären zu lassen, kochte uns mein GöGa (Göttergatte) ein tolles Essen (Lammfilet mit mediterranem Gemüse und knusprigem Knobi-Baguette) und dazu haben wir eine (ziemlich teure!) Flasche Rotwein geköpft. Das Suchen der medizinischen Vokabeln bei Herrn Google hat durch den guten Rebensaft danach zwar etwas länger gedauert, aber dafür war es spaßiger. :-))  Das Ergebnis lautet in Auszügen und teilweise frei übersetzt wie folgt: es gibt „…derzeit keine Zeichen eines Lokalrezidivs" (Juuuuhuuuu) Ein paar Lymphknoten in der Halsgegend und rund um das Mediastinum sind allerdings leicht vergrößert, deswegen sind Mikro-Metastasen nicht ganz auszuschließen und es sollten Vergleiche mit Voraufnahmen gemacht werden und eine Verlaufskontrolle per PET-CT durchgeführt werden. Die suspekten Herde in der Lunge sind „…fibrotische Veränderungen in Höhe des ehemaligen Bestrahlungsgebietes“ und „…schwielig-narbige Veränderungen apical bds.“ (Habt ihr den Stein fallen hören?) Es gibt auch noch „Belüftungsstörungen rechts basal“ (operierte Seite), aber ich glaube, das kann jetzt erst mal vernachlässigt werden. Auf jeden Fall bin ich im Moment der glücklichste Lungenkrebsler auf Erden und könnte Luftsprünge machen (was ohne meine 15 kg Übergewicht durchaus im Rahmen des Möglichen liegen würde). Eine kleine Belastung ist jetzt noch das Warten auf das Arztgespräch am 4. November, denn ein paar Bemerkungen (Differenzialdiagnosen im Hals-/Kopf-Bereich) stehen noch im Raum, die der Erörterung bedürfen. Wenn ich Glück habe, handelt es sich nur um „meningeale Verkalkungen“, aber wenn ich Pech habe, könnte es auch ein „Mengeniom“ sein; aber darüber will ich vor dem Arztgespräch am 4. November nicht spekulieren (man hat ja gesehen, dass es „Fehlalarme“ geben kann und man sich am besten nicht im Voraus verrückt macht).

Meine Muttermal-Schnitte vom vergangenen Mittwoch heilen brav vor sich hin und wenn Ende nächster Woche die Fäden raus sind, ist auch bei dieser Baustelle alles vergessen.

Gestern Nachmittag bis in die späte Nacht waren wir bei Freunden (ein ehemaliger Kollege und seine Frau) in der Pfalz. Es war wieder ein sehr schöner Tag; wir haben Kaffee und Kuchen genossen, viel gequatscht, in einem rustikalen Pfälzer Lokal deftig gegessen, Wein getrunken und viel gelacht. Nachts bzw. morgens um drei Uhr waren wir erst wieder zu Hause und haben bis heute Vormittag um 11:00 Uhr im Bett gelegen ... einfach herrlich. Jetzt wünsche ich all meinen Freunden und treuen Lesern noch einen schönen Rest-Sonntag und eine gute Woche. Tschööööö. 

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26.10.2010 - Besuch bei der Lungenfachärztin


Zuerst muss ich es mal loswerden: meine Lungenfachärztin ist ein Schatz !!! Kurzfristig habe ich mich gestern Abend zu einem Besuch in ihrer Praxis entschlossen und mache mich deshalb heute schon in der Frühe um 06:30 Uhr auf den Weg. Oje, Auto kratzen ist angesagt; ich muss mich mangels Garage vor dem Losfahren mit zugeeisten Autoscheiben herumplagen. *grrrr*  So früh morgens hält sich der Frankfurter Berufsverkehr noch in Grenzen und schon nach einer halben Stunde komme ich direkt zu Beginn der Sprechstunde um 07:00 Uhr in der Praxis an. Ich habe Glück und kann direkt in eines der 3 Sprechzimmer durchgehen. Nach ein paar Minuten kommt meine Ärztin und erklärt mir auf meinen Wunsch hin in aller Ruhe den Arztbrief der Uniklinik Frankfurt (das PET-CT-Ergebnis). In ihren Augen ist das ein tolles PET-CT-Ergebnis und sie bestätigt meine „Übersetzung“ der medizinischen Vokabeln und Diagnosen; sogar die mir suspekt erscheinenden Begriffe relativiert sie und beruhigt mich total: es ist alles „paletti“. Nach dem obligatorischen Lungen-Funktions-Test bekomme ich noch meine Grippeschutz-Impfung und eine Impfung gegen die bei Lungen-Kranken befürchteten Pneumokokken. Mit dem „Okay“ fürs Fliegen (wir visieren die Kanaren an), verabschiede ich mich und mache mich auf den Heimweg. Insgesamt eine gute Stunde war ich in der Praxis und habe alles gefragt und erledigt was ich auf dem Zettel hatte. So, bis zum Fäden ziehen der Muttermal-Schnippelei am Freitag stehen jetzt keine Arztbesuche mehr an; jetzt kann ich mich endlich mal wieder meinen Bildern und der Homepage widmen. Bis dann …

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27.10.2010 - Geburtstag

 

Da es ja nun doch nicht verborgen geblieben ist, dass ich heute Geburtstag habe, möchte ich mich auch hier noch für die vielen Mails, PNs, PMs, Gästebuch-Einträge, Grußkarten und Anrufe bedanken; über jeden einzelnen habe ich mich riesig gefreut. In den nächsten Tagen werde ich mich dann extra bei jedem noch entsprechend melden/bedanken, wenn sich der Geburtstagstrubel etwas gelegt hat.

Der diesjährige Geburtstag hat für mich eine ganz große Bedeutung, ist es doch der erste Geburtstag nach der Lungen-Krebs-Diagnose. Nächste Woche (am 6. November) ist es genau ein Jahr her, dass die Diagnose gestellt wurde und ich damals dachte, dass ich meinen nächsten Geburtstag bestimmt nicht erleben würde. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich diesen Tag nicht nur erlebe, sondern ihn bei wirklich wieder gut hergestellter „Gesundheit“ erleben darf. Ein schweres Jahr liegt hinter mir; insgesamt 3 Operationen (4 kleine dermatologische OPs nicht mitgerechnet), 33 Bestrahlungen innerhalb von 7 Wochen, 4 Platin-Chemozyklen mit 16 Infusionen innerhalb von über 5 Monaten und mehrere Computer-Tomographien habe ich über mich ergehen lassen … und es hat sich gelohnt !!! Gleich werde ich noch schick essen gehen mit dem besten aller Ehemänner und es mir gut gehen lassen. :-))

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29.10.2010 - Fäden ziehen beim Hautarzt ... und eine Überraschung !!


Im Laufe des Vormittags schwinge ich mich in mein Auto'chen und düse ab zu meiner Hautärztin. Niemand im Wartezimmer;  ich kann also direkt durchgehen ins Behandlungszimmer und werde sofort von den Fäden der vier kleinen OPs "erlöst". Anschließend besprechen wir noch das Ergebnis: eins der Muttermale war schon  "dysplastisch", also war es gut, es zu entfernen. Die anderen 3 "Dinger" waren okay, es gibt demzufolge keinen Grund zur Sorge und ich kann mich auf den Heimweg machen. Unterwegs schaue ich noch schnell bei meiner Bank vorbei, denn ich muß dringend Geld fürs Wochenende abheben; Joachim und ich haben nämlich etwas vor ! Mehr dazu folgt sofort ...

 

Vor knapp einem Jahr habe ich dieses Bild auf meiner Homepage und in mein Foto-Forum (fc) hochgeladen und meine Freunde und Buddies darüber informiert, dass ich einen bösartigen Tumor in der Lunge habe und vorerst keine Bilder mehr einstellen und keine Kommentare mehr schreiben kann, weil ich jetzt um mein Leben kämpfen muss. Dieses Foto, dass ich einige Monate vor der Diagnose auf Gran Canaria aufgenommen hatte, versinnbildlichte für mich den steinigen und schweren Weg, den ich vor mir hatte und den es zu meistern galt. Allein unter diesem Bild in der „fotocommunity“ haben mir fast 100 Freunde, Bekannte und Unbekannte ihre Anteilnahme bekundet und unzählige persönliche Nachrichten aus verschiedenen Communities und über meine Homepage, Mails von Verwandten, Freunden und Bekannten sind bei mir angekommen und haben mir Kraft und Mut gegeben (neben Joachim, ohne dessen Unterstützung ich das alles sicher nicht so gut durchgestanden hätte).

Vor einigen Wochen erhielt ich genau wegen diesem Bild über meine Homepage eine Mail des „FORUM LUNGENKREBS SCHWEIZ“ (FORUM LUNG CANCER SWITZERLAND) mit der Frage, ob ich dieses Foto (und vielleicht noch einige mehr) für eine Ausstellung zum Lungenkrebsmonat November im Universitätsklinikum Basel vom 1. bis 30. November zur Verfügung stellen würde. Ein reger Mailverkehr entstand und es kristallisierte sich heraus, dass ich quasi „meine“ Lungenkrebs-Geschichte in 4 Bildern und kleinen Texten zur Krankheit und Behandlung „erzähle“ und somit an der Ausstellung teilnehme. Vor gut 2 Wochen kam die offizielle Einladung für die Vernissage der Ausstellung. Joachim und ich werden also am kommenden Sonntag für 2 Tage zur Vernissage am Montag, 1. November / 15:30 Uhr nach Basel in die Schweiz fahren. Meine Fotos werden dann ab  2. bis 30. November im Universitäts-Klinikum in Basel zusammen mit vielen anderen Werken zum Thema Lungenkrebs im Lungenkrebsmonat November ausgestellt.

Hier habe ich einen Link: http://www.forum-lungenkrebs.ch/51.0.html; unter dem Titel: - „Facing Lung Cancer" - Lungenkrebs ein Gesicht geben - ist die Ausstellung vom 2. bis 30. November 2010 aufgeführt. Und etwas ganz Tolles kommt noch: das Hotelzimmer wird gesponsert ! Ist das nicht klasse !?! Hier ein Link zu dem Hotel, in dem ich als „Künstler“ kostenlos (mit Partner) übernachten darf: http://www.teufelhof.com/de/teufelhof.html. Es ist in der Nähe des großen Uni-Klinikums, in dessen Foyer die Werke ausgestellt werden. Ich bin wirklich total gespannt, wie und was da alles passiert !  Ein schönes Wochenende euch allen und tschüß, bis nächste Woche !

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03.11.2010 - Zurück aus Basel

 

Montag Abend, kurz vor Mitternacht kamen wir total geschafft, aber sehr glücklich, wieder zu Hause an. Eineinhalb tolle Tage haben wir in Basel verbracht, wunderbare Menschen kennengelernt und sogar beim Aufbau der Ausstellung mitgeholfen, da zwei aktive Mitglieder des  „FORUMs LUNGENKREBS SCHWEIZ“ kurzfristig ausgefallen (leider verstorben) sind. Wir haben typisches Basler Essen genossen und interessante Gespräche geführt. Schon bei der Vernissage am Nachmittag und bei der Ansprache des Regierungsrates war das Feedback auf die Ausstellung ganz wunderbar und die Fotos, Bilder und Plastiken erregten viel Aufmerksamkeit; ich würde mir wünschen, dass es auch in Deutschland solche Aktionen gäbe. Der Platz, das Foyer des großen Uniklinikums 1 in Basel, ist ideal für so eine Ausstellung, denn es kommen ständig Menschen an den transportablen Ausstellungs-wänden und Säulen vorbei: Ärzte, Pflegepersonal, Studenten, Besucher und auch Patienten.

Gestern, Dienstag, mussten über 600 Fotos (zum Großteil fotografiert von Joachim) gesichtet und sortiert werden und heute, Mittwoch, geht es ans Zusammenstellen der Bilder, die in die Schweiz geschickt werden. Ein Teil der Fotos soll auf die Homepage des  „FORUMs LUNGENKREBS SCHWEIZ“  gestellt werden, die meisten Bilder sind für private Zwecke und natürlich bleibt ein Teil auch "zuhause", denn von unserem Hotel und der Stadt Basel sind auch Aufnahmen dabei, die mit der Vernissage ja nichts zu tun haben. Wenn ich die Bilderflut im Griff habe und alle "Auftragsarbeiten" erledigt sind, werde ich auf meiner Homepage eine extra Seite "Basel" anlegen ... das kann aber noch etwas dauern ... ich bin derzeit echt im Stress ... positiv gemeint !! :-))

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  <--------                  Hier geht's zu den Baselbildern

      

Vernissage und Ausstellung im Uniklinikum 1 Basel

       zum Lungenkrebsmonat November 2010

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05.11.2010 - Abschlussgespräch beim Onkologen am 4.11. 2010 in Bad Homburg


Gestern kam ich von Onkodoc nach Hause und jetzt habe ich es Schwarz auf Weiß: ich bin GESUND (wenigstens im Moment). Onkodoc will mich erst Mitte Januar 2011 wieder sehen und hat mir einen schönen Urlaub und eine erfolgreiche Reha gewünscht. Übernächste Woche fliegen wir für 12 Tage auf die Kanaren und im Dezember sind 3 Wochen Usedom angesagt. Wenn bis Januar nichts "Außergewöhnliches" passiert, die Docs bei der Reha meine Kondition wieder richtig aufgemöbelt haben und meine Kribbelfüße ein bisschen weniger kribbeln, lasse ich mich wahrscheinlich ab Januar/Februar wieder ins Arbeitsleben eingliedern. So, das war's erst mal mit "Neuigkeiten"; ich will nicht all zuviel jubeln, um die bösen Geister nicht unnötig auf mich aufmerksam zu machen. Übrigens: Morgen habe ich "einjährigen Diagnose-Jahrestag". Morgen vor einem Jahr habe ich meine Diagnose bekomme und gestern sagt mir mein Arzt, dass ich es jetzt erst mal geschafft habe. Welch ein Glücksgefühl ... jemand, der noch nicht in solch einer Lage war, kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie ich mich momentan fühle ... es ist unbeschreiblich.

Das ganze Wochenende werden Joachim und ich auf Achse sein; das "Weitsicht-Multivisions-Festival" findet wie jedes Jahr im November in Frankfurt statt und wie jedes Jahr werden wir volle 2 Tage insgesamt 8 Dia-Shows und eine Foto-Messe anschauen und es ganz besonders genießen. Letztes Jahr hatte Joachim die schon lange vorher gekauften Karten zurückgegeben, weil ich mit Herrn Adeno im Krankenhaus lag ...

 

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende ... wir werden es mit Sicherheit haben. Ganz liebe Grüße und bis bald !!!

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08.11.2010 - Ein symbolträchtiges Wochenende ... und ein Schreck mit dem Laptop


... habe ich hinter mir und es war wunderschön. Samstag und Sonntag besuchten wir das "Weitsicht-Multivisions-Festival" und waren virtuell unterwegs in Ladakh ("auf der Suche nach dem Glück"), in der Wüste und den Bergen des Sinai, auf Besuch in Afghanistan, bei den Aborigines in Australien, jagend in der Kälte Sibiriens, mit einer Familie auf dem Jakobsweg, mit Weltenbummlern am Amazonas und zum Schluss mit Bergsteigern auf dem Broad Peak. Viele Bilder, Eindrücke und wundervolle Stimmungen haben wir gesehen und erlebt und immer wieder musste ich am Samstag (6. November) ein Jahr zurück denken. Eine der Multivisions-Shows mit dem Titel "Ladakh - auf der Suche nach dem Glück" war besonders eindrücklich und hat mich ganz besonders tief bewegt; vielleicht auch deshalb, weil das Thema gerade so gut zu mir passt !? Gestern Abend, nach dem Ende des Festivals, haben Joachim und ich zuhause noch mit Schampus auf unseren 25igsten Jahrestag (7. November) angestoßen ... tatsächlich, vor 25 Jahren haben wir uns kennengelernt und sind seitdem unzertrennlich.

Heute Morgen mache ich mich gut gelaunt daran, meinen Laptop zu starten und endlich die versprochenen Mails an liebe Freunde zu schreiben ... und was passiert ... nichts .... ja, richtig ... nichts, außer einem "Blue screen", was nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist. Panik steigt hoch; es gibt jede Menge Dateien und Bilder, die ich wegen des Termin-Drucks der letzten Tage/Wochen noch nicht gesichert habe, von meinem Mail-Account mal ganz abgesehen. Die Kiste lässt sich einfach nicht starten und ich rufe umgehend "Uwe's PC-Hilfe" an (ein Wurfzettel, der irgendwann mal in meinem Postkasten lag, und den ich aufgehoben habe, ist jetzt meine Rettung). Im Laufe des Vormittags erscheint Uwe und macht meinen Laptop wieder flott, aber nicht ohne zu sagen, dass ich alles sofort sichern soll, denn eventuell wird es beim nächsten Hochfahren wieder Probleme geben, da offensichtlich irgendwelche Systemdateien zerschossen sind. Nach kurzem Überlegen vereinbare ich mit ihm, dass er am kommenden Freitag den Laptop abholt und komplett neu aufsetzt, dann gleich mit dem neuen Windows 7 (ich habe im Moment noch Vista). So, jetzt habe ich bis Freitag zu tun: Mails schreiben, Daten sichern, im Forum posten usw...  die Arbeit reißt wohl nie ab.

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09.11.2010 - Ein Attest für die Kanaren


... muss ich besorgen, meinte der Sachbearbeiter meiner Krankenkasse und so dackele ich heute morgen Richtung Hausärztin. Anscheinend hat sie das schon öfter gemacht, denn beim Hören meines Anliegens zuckt sie mit keiner Wimper und stellt mir höchstpersönlich am PC die erforderliche Bescheinigung aus. Nach dem Zahlen einer kleinen Gebühr für das Attest werde ich mit guten Wünschen für den Urlaub verabschiedet. Auf dem Nachhauseweg mache ich an der Post halt (die Foto-CD geht auf die Reise nach Basel), gebe das Attest persönlich (im Haus nebenan) ab und gönne mir noch ein Stück Käsekuchen und eine Apfeltasche vom "Bäcker meines Vertrauens". So gewappnet komme ich heim und mache mich gleich über den Kuchen her ... mmmhhh. Danach ist Mails schreiben dran; langsam wird es Zeit, wenn ich vor der Abgabe meines Laptops und dem Urlaub noch fertig werden will. Auf geht's ... mit einem frischen Kaffee mache ich mich an die Arbeit.

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11.11.2010 - Auf Wiedersehen ...

... bis Ende November ! Morgen Mittag wird mein Laptop abgeholt und geht "zur Reha", denn es wird komplett neu aufgesetzt bzw. mit einem neuen Betriebssystem versehen; währenddessen machen Joachim und ich Urlaub. **freu** 

Wir fliegen nach Gran Canaria (wo wir schon 2x waren) und lassen die Seele baumeln. Wir werden viel spazieren gehen; wir werden Wein trinken und frischen Fisch essen, den wir vorher selbst eingekauft und zubereitet haben; wir werden frische Früchte, Eis und Kuchen naschen und ganz viel fotografieren; wir werden das Meer rauschen hören und der Sonne beim Auf- und Untergehen zuschauen; wir werden .....   Das Leben ist einfach herrlich im Moment und ich hoffe, dass es ganz lange so wunderbar bleibt.

 

Ich wünsche allen meinen treuen Freunden, stillen Mitlesern, "Leidensgenossen" und Besuchern meiner Homepage eine schöne Zeit und sage erst mal "Hasta la vista", auf Wiedersehen und bis bald !  <3 <3

 

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27.11.2010 - Wir sind wieder da ... die Kanaren sind "Geschichte"

 

Seit 25. November hat mich/uns der Alltag wieder. Die letzten beiden Tage waren ziemlich stressig und ich bin immer noch am organisieren meines "erneuerten" Laptops, deshalb nur ganz kurz: der Urlaub auf Gran Canaria war wunderschön und trotz der Kürze haben wir uns gut erholt und die Tage sehr genossen. Wie nach jedem Urlaub war (und ist noch) Wäsche waschen angesagt, Post zu kontrollieren und zu erledigen, mitgebrachte Bilder müssen gesichtet, sortiert und gespeichert werden, die Wohnung schreit nach dem Staubsauger und essen wollen und müssen wir auch alle paar Stunden.  Die mitgebrachten Fotos müssen jetzt leider wegen der bevorstehenden Reha bis zum Januar auf Eis liegen, aber dann wird die Homepage mit vielen neuen Bildern bestückt. Gestern habe ich mich am Vormittag (nach zwischenzeitlich eingetroffener schriftlicher Aufforderung) bei der Krankenkasse "aus dem Urlaub zurück gemeldet" und dann gleich an den nächsten Termin (Reha am 7. Dezember) erinnert. "Geht klar" hieß es und ich bin froh, dass alles so problemlos klappt.

Dieses Wochenende ist meinem Laptop und allem was dazu gehört "gewidmet". Es ist sehr zeitaufwändig, einen Computer wieder in einen "annehmbaren" Zustand zu versetzen (Archive und Software aufspielen zum Beispiel) und ich bin in den letzten Monaten ziemlich ungeduldig geworden; es geht mir alles nicht schnell genug ... ob das mit dem Krebs oder mit dem Alter zu tun hat, kann ich noch nicht sagen. *grmpf*

Bei uns hat es gestern Abend geschneit; es sah schon richtig weihnachtlich aus und heute Morgen gab es eine geschlossene Schneedecke, die jetzt leider am wegschmelzen ist. Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende und einen schönen 1. Advent. Wir werden uns morgen den ersten Christstollen des Jahres schmecken lassen und an den Nikolaus und das Christkind denken. :-)

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01.12.2010 - Im Moment ...

 

... gibt es nicht viel Neues zu berichten. Einige Dinge sind noch vor Beginn der anstehenden Reha zu erledigen; Überlegungen über Bekleidung für Usedom werden gemacht (was nehmen wir an "dicken" Sachen mit?); mein Laptop schreit nach diversen Programm-Downloads und Software-Einrichtung zur Bildbearbeitung; die Gran Canaria-Fotos wollen noch sortiert werden und so weiter ...  Am kommenden Wochenende "melde" ich mich noch mal, bevor ich zur Reha abdüse. Bis dann.

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05.12.2010 - Endspurt ... die Reha steht unmittelbar bevor

 

Heute sind nun Koffer packen für die Reha und Vorbereitungen auf und für die Fahrt nach Usedom angesagt. Bei mir gab es in den vergangenen Tagen nichts "Aufregendes" zu erzählen und deshalb will ich mich jetzt auch kurz fassen. Vorgestern war ich, wie von der DRV gefordert, noch mal bei meiner Hausärztin und habe mir "Reisetauglichkeit" bescheinigen lassen; anschließend dann bei der Krankenkasse den "Auszahlungsschein" für November abgegeben. Letzte Telefonate zum Fest und zum neuen Jahr waren dringend zu erledigen und im Haushalt wollte auch einiges getan werden ... Langeweile kam und kommt also nicht auf. :-))  In der Nacht von Montag auf Dienstag geht es los; wir müssen über 800 Kilometer bei Eis und Schnee "erfahren" und sollen dann spätestens um 17:00 Uhr in der Klinik eintreffen. Schneeketten werden vorsorglich ins Auto gepackt, heißer Tee und Kekse kommen nach vorne in den Fußraum und eine warme Decke liegt bereit.   So gerüstet werden wir wohl (hoffentlich) heil ankommen.

 

Da ich bis Ende Dezember nicht "online" sein werde, wünsche ich jetzt schon allen meinen Freunden und Besuchern von ganzem Herzen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches neues Jahr. Bitte nicht böse sein, wenn ich es vor Reiseantritt nicht mehr schaffe, jedem einzeln zu schreiben ... ich gelobe Besserung im neuen Jahr !! :-)


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Durch eine liebe Internet-Freundin bin ich auf eine wunderschöne Geschichte aufmerksam geworden, die ich hier gern nach- erzählen möchte. Leider kenne ich den Autor nicht und konnte deshalb nicht fragen, ob ich das hier veröffentlichen darf. Sollte also jemand Einwände haben oder den Autor kennen, dann bitte melden. Vielen Dank im Voraus !

 

Das Licht der Kerzen

 

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still.
So still, dass man hörte wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: *Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet,

aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.*
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagt: *Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig.

Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.*
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die Kerze war aus.

Leise, und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
*Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite.
Sie sehen nur sich selber und nicht die anderen, die sie lieb haben sollten.*
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.


Da kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
*Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein* … und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. *Hab keine Angst. Solange ich brenne,

können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden, ich heiße Hoffnung.*

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze

und zündete die anderen Lichter wieder an.

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31.12.2010 - REHA-Ende  und  Jahres-Ausklang

 

Wir sind wieder da ! Am Dienstag, den 28. Dezember sind wir nach über 14 Stunden Fahrt wohlbehalten, aber total genervt zuhause angekommen. Nachdem wir uns von Usedom aus im Nord-Osten Deutschlands erst stundenlang Richtung Lübeck durch Schnee und (Glatt)Eis gekämpft hatten, ging es dann ab Bremen einigermaßen zügig weiter und wir kamen um 22:30 Uhr endlich in Karben an. Die letzten beiden Tage kam ich überhaupt nicht zum „Schnaufen“, denn jede Menge Sachen wollen noch bis zum Jahreswechsel erledigt werden bzw. sein: riesige Wäscheberge wollen gewaschen und getrocknet werden, die Wohnung ruft nach Staubsauger und Putzlappen und meine/unsere Fotos wollen angeschaut und sortiert werden...

 

Über die REHA werde ich nächste Woche explizit berichten, deshalb jetzt nur soviel: es war sehr schön (bis auf das Wetter-Chaos), wir haben viel gesehen und einiges gemacht, tolle Menschen kennengelernt und schöne Stunden erlebt, neue Therapien und Anwendungen ausprobiert und am besten war, dass wir jede Menge Spaß hatten und der Muskelkater vom Lachen kam und nicht vom „Sporteln“.

 

Im neuen Jahr werde ich nicht mehr so oft ins Tagebuch schreiben … nur noch, wenn Nachsorgetermine anstehen, Ergebnisse zu berichten sind (hoffentlich nur gute) und wenn es etwas Außergewöhnliches zu erzählen gibt. Wenn ihr eine Weile nichts hört/lest, geht es mir gut … macht euch also keine Gedanken, wenn ein paar Tage oder vielleicht sogar Wochen „Sendepause“ ist.

 

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch (aber keine Ausrutscher) und ein schönes, vor allem gesundes neues Jahr. Lasst es euch gut gehen, haltet die Ohren steif und vergesst mich nicht ! Ich würde mich freuen, wenn ihr ab und an bei mir hereinschaut und vielleicht sogar noch paar Zeilen ins Gästebuch schreibt … dafür sage ich  euch schon mal Dankeschöööön und schicke ganz liebe Grüße, Christa

(die vor 13 Monaten dachte, dass sie den Jahreswechsel 2010/11 nicht mehr erlebt und jetzt doch wieder quietschvergnügt ist ... )

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