Das neue Jahr

beginnt mit dem Blick

auf die am Anfang der Therapie

stehenden Bestrahlungen

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04. Januar 2010 - Besuch bei der Hausärztin

 

Für die morgige erste Vorstellung beim Onkologen hole ich den benötigten Überweisungsschein und gleich noch eine Bescheinigung für die Krankenkasse. Ich bin schon sehr gespannt, was mich beim Onkologen erwartet und wie es mit mir weiter geht ...

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05. Januar 2010 - Erster Besuch beim Onkologen in Bad Homburg

 

Das erste Gespräch mit dem Onkologen weckt in mir zwiespältige Gefühle und ich empfinde die 90 Minuten als "anstrengend".  Joachim hat sich wieder Urlaub genommen und ist an meiner Seite, was ich als sehr beruhigend wahrnehme. Der Arzt erklärt uns die nach der Strahlentherapie vorgesehene Chemotherapie (Dauer, Wirkstoffe, Anzahl der Infusionen, Nebenwirkungen, Ablauf usw.).  Laut aufgestelltem Plan soll die Chemo wie folgt ablaufen: 16 Wochen lang (1x wöchentlich) ambulant eine Kombination aus den Wirkstoffen Navelbine (Vinorelbine) und Cisplatin. Der Onkologe macht der Einfachheit halber für mich auch gleich telefonisch einen Termin im  Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt  für das erste Gespräch und die weitere Vorgehensweise bezüglich der Bestrahlungen des Mediastinums; am 08.01.2010 / 13:15 Uhr soll ich mich im Nordwest-Krankenhaus einfinden. Abschließend sprechen wir noch über das Einsetzen eines Ports, der angeblich die (Chemo- und andere) Infusionen sehr erleichtern soll. Der Onkologe ist dafür, Joachim dagegen und ich weiß jetzt noch nicht, wie ich mich entscheide (wahrscheinlich aber dafür). Ich werde mich schlau machen und mit Joachim noch darüber "diskutieren".

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08. Januar 2010 - Erster Besuch im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

Joachim und ich fahren ins Nordwest-Krankenhaus; um 13:15 Uhr ist das erste Gespräch bezüglich der Strahlentherapie angesetzt. Nach den üblichen Anmeldeformalitäten werden wir von einer "Strahlenärztin" in Empfang genommen, die uns beiden auf Anhieb sympathisch ist und auch einen sehr kompetenten Eindruck macht. Nachdem sie sich meine "Krankengeschichte" in Ruhe angehört und meine mitgebrachten Unterlagen und CT-Bilder angeschaut hat, erklärt sie uns genau, was bei der Bestrahlung passiert, wie die Vorgehensweise ist und die eventuell zu erwartenden Nebenwirkungen. Auf unsere Fragen erhalten wir ausführliche Antworten bzw. Erklärungen und ich habe das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Die weitere Vorgehensweise und der Zeitplan sehen demnach so aus:

12.01.2010 / 13:15 Uhr = Plan CT;  am 19.01.2010 / 13:30 Uhr = Simulation  und am  20.01.2010 / ?? Uhr = 1. Bestrahlung  Die Uhrzeiten der Bestrahlungen werden erst am Tag der Simulation vereinbart und sind dann jeden Tag gleich. Die Ärztin erhöht aufgrund der Problematik mit den gesprengten Lymphknotenkapseln die Anzahl der Bestrahlungen von eingangs von der HSK und dem Onkologen vorgeschlagenen 25 auf insgesamt 30, sodass ich also sechs Wochen lang, fünf mal die Woche (werktags) bestrahlt werden soll.

Wir unterhalten uns dann noch über den Port bzw. lassen uns genau die Vor- und Nachteile erklären. Letztendlich überwiegen die Vorteile eindeutig und ich entscheide mich für das Einsetzen eines Ports. Da im Nordwest-Krankenhaus solche OPs auch gemacht werden können (ambulant), vereinbart die Ärztin gleich einen Vorstellungs-Termin in der Chirurgie: am 19.01.2010 / 12:30 Uhr. Der Termin passt prima, denn am gleichen Tag (eine Stunde später) ist die Simulation in der Strahlentherapie. Ich bekomme noch einen so genannten "Transportschein", den ich mir von der Krankenkasse genehmigen lassen muss; dann kann ich die Fahrten von Zuhause zum Nordwest-Krankenhaus und zurück kostenlos mit dem Taxi fahren (nur Rezeptgebühr). Zum Schluss wird mir noch Blut abgenommen und ich bekomme den Auftrag, zum Vergleich die Röntgen-Bilder aus Januar 2009 zu besorgen, auf denen angeblich noch nichts von dem Tumor zu sehen war ...

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12. Januar 2010 - "Plan CT" im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Heute werde ich zum ersten Mal per Taxi ins Nordwest-Krankenhaus gefahren (dank dem noch gestern von meiner KK genehmigtem Transportschein). Eine nette Taxifahrerin holt mich um 12:30 Uhr ab, damit ich rechtzeitig zum Termin um 13:15 Uhr zum CT  für die Bestrahlungsplanung im KH bin. Leider muss ich im KH weit über 1 Stunde warten, bis ich drankomme (trotz Termin); das CT selbst dauert keine 10 Minuten. Meine Taxifahrerin wartet schon auf mich und fährt mich wieder heim. Anhand des CTs wird nun bis nächste Woche die Planung für "meine" individuelle Strahlentherapie erstellt. Am 19. Januar erfolgt dann die "Simulation" und ab 20. Januar werden dann die nächsten sechs Wochen (30x) die Strahlen auf mich losgelassen.

Seit Tagen wird mein Reizhusten wieder stärker; ich muss unbedingt die Strahlenärztin darauf ansprechen. Der Husten strengt an... und außerdem nervt er mich total. Gott sei Dank habe ich nachts Ruhe und kann gut schlafen, denn der Reiz ist nur im "Wachzustand" vorhanden. Hört das denn nie auf ?

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15. Januar 2010 - Erster Besuch im Büro und "Aufräumungsarbeiten" am 13. Januar

 

Vorgestern habe ich, nach über 2 Monaten "Krank-sein", meine Kollegen im Büro besucht. Von 11:00 Uhr vormittags bis 16:30 Uhr am Nachmittag war ich dort; es war ein schöner, aber auch etwas anstrengender Tag. Nach dem Mittagessen (zusammen mit einigen Kollegen) habe ich mein Email-Postfach aufgeräumt... es war dringend nötig, denn in den letzten beiden Monaten waren insgesamt 385 Mails eingegangen, die gelesen, sortiert und gelöscht werden wollten. Viel Arbeit, aber ich habe es gern gemacht ! Die netten Gespräche mit den Kollegen waren schön und haben mir gut getan. Mal sehen, nächste Woche ist ein großes Meeting; wenn ich es mit dem Bestrahlungstermin koordinieren kann, werde ich an dem Meeting teilnehmen... dann lerne ich auch gleich meinen neuen Chef kennen, mit dem ich bisher nur am Telefon gesprochen habe. 

Am Tag nach meinem "Bürotag" bin ich ziemlich platt, schlafe lange und gammele den ganzen Tag nur 'rum. Ich habe einfach keine Lust, meinen Computer hoch zu fahren; das sind wahrscheinlich noch "Nachwehen" von der Email-Postfach-Aufräumungs-Aktion. :-)

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19. Januar 2010 - Simulation (Strahlentherapie) und Vorgespräch wegen Port im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Dieser Tag wird mir wohl als absoluter Stresstag in Erinnerung bleiben. Joachim hat sich für heute wieder extra Urlaub genommen und will mich zu verschiedenen Ärzten und zum NW-Krankenhaus fahren bzw. begleiten. Unser erster Weg führt uns morgens um kurz vor 8:00 Uhr in die Frankfurter Innenstadt. Dort befindet sich die Röntgenpraxis, die vor einem Jahr meine Lunge geröntgt hatte. Da die Strahlenärztin diese Aufnahmen sehen möchte, holen wir die Bilder heute früh ab, um sie mittags im NW-KH abgeben zu können. Da ich einen Tag vorher meinen Besuch telefonisch angekündigt hatte, bin ich innerhalb von 5 Minuten wieder zurück im Auto bei Joachim.

Auf der Suche nach einem Lungenfacharzt hatten wir gestern verschiedene Adressen von Frankfurter Ärzten ins Navi eingegeben, die wir jetzt abfahren, um nach Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Auto, Parkplatzsituation usw. zu schauen. Die Entscheidung fällt nicht leicht, aber sie fällt: Ende der Woche (wenn ich die Bestrahlungstermine kenne) versuche ich einen Termin für nächsten Montag in dieser Praxis zu bekommen.

Weiter geht es zum Onkologen nach Bad Homburg. Gestern und heute Nacht mußte ich Urin sammeln, den ich heute abgeben muss. Es soll ein "Nierentest" gemacht werden, da die kommende Chemotherapie die Nieren angreifen könnte und man somit im Vorfeld bei eventuellen Komplikationen schon für Gegenmaßnahmen gewappnet ist. Auch in der Onkologen-Praxis komme ich schnell dran, kann meine "Buddel" abgeben schnell wieder zurück ans Auto flitzen.

Joachim und ich schauen auf die Uhr: 10:30 Uhr; wir haben also Zeit für einen kurzen Imbiss zu Hause, bis es dann zum nächsten Termin ins NW-Krankenhaus geht. Um 12:30 Uhr soll ich mich dort in der chirurgischen Ambulanz vorstellen, damit über die beste Vorgehensweise bzgl. des Ports gesprochen werden kann. Wir kommen pünktlich im KH an; das Gespräch verläuft nach "Zeitplan" und ist sehr informativ. Wir verbleiben mit dem Arzt, dass kurz vor Ende der Strahlentherapie ein Termin zur Port-OP gemacht wird, damit das Ding noch rechtzeitig zur Chemo "vor Ort" ist.

Und schon geht es weiter zum nächsten Termin: für 13:30 Uhr ist die Simulation vorgesehen und wir flitzen im NW-KH die Treppe zur Strahlentherapie-Abteilung hinunter. Die nun folgende Simulation ist für mich bzw. meinen kaputten Rücken der absolute Horror. Ich muss mich auf eine steinharte, schmale Liege legen, die Arme weit über den Kopf strecken und, den Hintern in einer Kuhle liegend, die Knie leicht angewinkelt ca. 20 Minuten vollkommen still liegen ... dann werden mir mit einem schwarzen und einem grünen Edding auf dem Brustkorb und unter den Achseln alle möglichen Linien eingezeichnet (-> Bild 6). Es ist ein Wahnsinn, wie lang 20 Minuten sind, wenn man starke Rückenschmerzen hat und einen zum Überfluss noch ein ständiger Hustenreiz quält (wegen der flachen Rückenlage). Wie ich diese Tortur überstanden habe, weiß ich wirklich nicht. Am Ende der Simulation müssen mir zwei Leute beim Aufsetzen helfen; ohne "Aufsteh-Hilfe" würde ich wahrscheinlich an Ostern noch auf dieser Liege liegen. Am Schluss wird mir noch erklärt, dass jetzt insgesamt 33 Bestrahlungen (nicht nur 30) vorgesehen sind und ich erhalte den morgigen Termin für die erste "echte" Bestrahlung.

Joachim und ich machen uns auf den Heimweg; es ist 15:30 Uhr und wir sind beide total "geschlaucht". Gerade als wir mit dem Auto in die Straße zu unserer Wohnung einbiegen, klingelt mein Handy... die MTA meines Onkologen ist dran: ich soll dringend nochmal nach Bad Homburg in die Praxis kommen. Sie haben vergessen, mir am Morgen Blut abzunehmen, das zur Analyse des "Sammel-Urins" gebraucht wird. So ein Mist !! Also Kehrtwende und auf geht's an diesem Tag zum zweiten Mal nach Bad Homburg (jetzt im Berufsverkehr). In der Praxis angekommen, werde ich zumindest sofort zur Blutabnahme geholt und bin nach fünf Minuten wieder draußen im Auto bei Joachim. Inzwischen haben wir beide einen Riesenhunger und sind heilfroh, als wir um 18:00 Uhr endlich unsere Wohnungstür aufschließen können. Todmüde falle ich auf die Couch und lasse mich ein bisschen vom Fernseher "berieseln", während der liebste aller Ehemänner uns einen Riesentopf Nudeln mit Gemüse (unser Lieblingsessen!) kocht. Dass wir uns anschließend den Bauch vollgeschlagen haben, muss ich ja jetzt nicht extra erwähnen, oder ?

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20. Januar 2010 - Die 1. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

Aus dem geplanten Meeting um 11:00 Uhr im Büro mit den Arbeitskollegen wird leider nichts, denn schon um kurz vor zwölf holt mich "meine" Taxifahrerin ab und fährt mich zur Bestrahlung, die auf 12:30 Uhr angesetzt ist. Die erste Bestrahlung ist ein bisschen heikel, weil der Patient nochmals genauestens "ausgerichtet" werden sollte und ein Röntgen-Arzt quasi die richtige Lage bestätigen bzw. freigeben muss. Außerdem werden nochmals die Markierungen auf dem Körper nachgezeichnet und zum Schluss bekomme ich noch die feste Uhrzeit für alle weiteren Bestrahlungen: 15:30 Uhr werde ich die nächsten sechs Wochen minutenlang auf einer schmalen, harten Liege "leiden". Wenn die Therapie tatsächlich anschlägt, nehme ich diese "Quälerei" aber gern in Kauf.

 

Den Nachmittag verbringe ich "gammelnd" auf der Couch. Wie gestern bin ich einfach zu faul, den Computer anzumachen und mein Tagbuch zu schreiben. Morgen ist auch noch ein Tag .....

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21. Januar 2010 - Die 2. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Wenn alle Bestrahlungen künftig so reibungs- und problemlos ablaufen wie heute, bin ich seeeehr zufrieden ! Meine Taxifahrerin holt mich um kurz vor Drei ab, viertel nach Drei bin ich im KH, halb Vier werde' ich bestrahlt und um vier Uhr bin ich wieder wohlbehalten zu Hause. Mediastinum, was willst du mehr ? Mal abwarten, ob sich noch Nebenwirkungen einstellen... angeblich sollen sie ja mit Anzahl der Bestrahlungen zunehmen. Ich hoffe, es wird nicht zu arg ...

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26. Januar 2010 - Lungenfacharzt, Onkologe und die 5. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus

 

Heute ist wieder mal "Ärzte-Marathon" angesagt !  Gestern Vormittag habe ich mir für heute morgen einen Überweisungsschein bei meiner Hausärztin geholt und Joachim und ich machen uns bei -8° Celsius ganz früh auf den eisigen Weg zu meiner "neuen" Lungen- Fachärztin in die Frankfurter Innenstadt. Ganz früh heißt: um 6:30 Uhr fahren wir los, damit wir spätestens um 7:00 Uhr (Beginn der Sprechstunde ohne Termin) in der Praxis sind. Da vor uns nur 1 Patient im Wartezimmer sitzt, kommen wir ziemlich schnell dran. Die Ärztin ist mir/uns auf Anhieb sympathisch und nimmt sich sehr viel Zeit für das erste Gespräch und meine "Kranken-Vorgeschichte". Da es mir bis auf den Reizhusten sehr gut geht, konzentrieren wir uns vor allem auf die Beseitigung desselben. Nach Blutabnahme, Abhören und einem Lungenfunktionstest bekomme ich Medikamente verschrieben, u.a. ein Spray zur Erweiterung der Bronchien. Nach über 2 Stunden verlassen wir die Praxis und machen uns gleich anschließend auf den Weg nach Bad Homburg, zum Onkologen, bei dem heute der Termin zur Befundbesprechung (Blut und Urin) ist.

Wir treffen eine halbe Stunde zu früh beim Onkologen ein, kommen aber leider erst nach einer Stunde Wartezeit dran. Die eigentliche Besprechnung mit dem Onkologen verläuft "kurz und schmerzlos". Irgendein Nierenwert ist sehr niedrig und mir wird geraten, viel zu trinken, um die Nieren gut zu spülen.Wer mich kennt, der weiß, wie schwer mir das ausreichende Trinken fällt. Joachim ist ständig am Schimpfen, dass ich zu wenig trinke und deshalb ernte ich einen vorwurfsvollen Blick von ihm, als der Onkologe den schlechten Wert anspricht... ich gelobe Besserung !!Wir sprechen noch kurz über die Strahlentherapie (die ich noch gut vertrage) und wann sie zu Ende ist. Nach der Strahlentherapie soll ich 2 Wochen "Pause" machen und dann kann die Chemo beginnen. Während der Pause soll dann der Port eingesetzt und auch das von der HSK gewünschte CT (zur Verlaufskontrolle nach der OP) gemacht werden. Um die entsprechenden Termin-Vereinbarungen kümmern wir uns dann beim nächsten Onkodoc-Termin am 10. März 2010. Punkt 11:30 Uhr verlassen wir die Praxis und machen uns auf den Weg zurück nach Karben.

Zuhause angekommen, machen wir uns als Mittagessen ein Fertiggericht. Wir essen beide schnell, weil wir einen Bärenhunger haben und Joachim anschließend gleich wieder ins Büro fahren muss, denn er hat nur einen halben Tag Urlaub genommen. Kaum ist die Küche wieder auf Vordermann gebracht, klingelt auch schon meine Taxifahrerin, um mich zur 5. Bestrahlung abzuholen. Inzwischen habe ich mir eine gewisse Technik angewöhnt, wie ich von der brettharten Liege wieder in die Sitzposition komme. Es tut zwar immer noch weh, wenn ich mich nach der Bestrahlung aufsetze, aber nicht mehr so sehr wie am Anfang. Nach der Bestrahlung bin ich immer ein bisschen schlapp, deshalb mache ich mir anschließend zuhause meistens einen Tee, lege mich auf die Couch und lasse mich vom Fernseher berieseln... manchmal schlafe ich auch ein bisschen... "zzzzz"

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01. Februar 2010 - Die 9. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Vor der heutigen Bestrahlung habe ich Bescheid bekommen, dass der morgige Termin wegen einer Gerätewartung ausfällt und ich erst übermorgen wieder zu erscheinen habe. Morgen habe ich also "Urlaub" ... juhu :-))

Bei dieser Gelegenheit muss ich aber noch was über die Strahlentherapie loswerden; einer lieben Freundin habe ich dazu folgenden Text geschrieben, der die Situation genau beschreibt: ***Mir geht es gut, denn die Bestrahlungen belasten mich im Moment noch nicht (bis auf eine gewisse Müdigkeit). Es gibt aber doch so ein paar Kleinigkeiten, die mich irgendwie „nerven“. Ich weiß zwar, dass die Bestrahlungen nötig sind, aber dieses „festgenagelt“ sein, also jeden Tag immer zu einer bestimmten Uhrzeit abgeholt und zurückgebracht zu werden, ist mir sehr lästig (jedes Mal gehen ca. 2 Stunden dabei drauf). Dass ich mich nicht richtig waschen kann, trägt auch nicht gerade zu meiner guten Laune bei und das „Gepudere“ ist für mich ein Horror, denn der Puder löst bei mir (beim Einatmen) immer einen starken Hustenreiz aus. Ganz davon abgesehen, dass trotz des Puderns die Markierungen verwischen und mein Brustkorb schon jetzt aussieht, als hätte ich mir Kohlenstaub auf's Dekolleté geschmiert und nicht weißes Babypuder. Jaaaaaa, ich weiß, dass ich auf „hohem Niveau“ nörgele, weil es anderen Krebspatienten sicher sehr viel schlechter geht. Genug genörgelt ! Jetzt freue ich mich erstmal auf meinen "freien Tag"; mal sehen, mit was ich mir die Zeit versüßen werde.

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04. Februar 2010 - Die 11. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Vor der heutigen Bestrahlung findet ein Gespräch mit dem Strahlenarzt statt. Wir besprechen die ersten 10 Bestrahlungen (gibt es eventuell Nebenwirkungen?, Fragen? usw.) und halten nochmal den Termin bzgl. der Port-OP und des CT's für die HSK fest (beides nach Abschluss der Strahlentherapie). Nach ein paar Minuten bin ich "entlassen" und kann mich gleich auf die Strahlenpritsche legen. Meine Taxifahrerin ist hoch erfreut, dass ich so schnell wieder bei ihr bin und sie mich zurück nach Karben chauffieren kann. Mit dem heutigen Tag habe ich ein Drittel der Bestrahlungen geschafft. Noch 22 Mal, dann darf ich mich endlich wieder richtig waschen... :-))

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05. Februar 2010 - Die 12. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Vor der Bestrahlung bekomme ich mitgeteilt, dass der Termin vom kommenden Montag auf 11:45 Uhr vorverlegt worden ist.  Unter Aufsicht von einem Radiologen soll das Bestrahlungsfeld "neu ausgemessen" werden, um das Risiko von Strahlenschäden so gering wie möglich zu halten. Die Prozedur wird ca. 45 Minuten dauern; mir graust jetzt schon davor, eine dreiviertel Stunde mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf dieser harten Pritsche zuzubringen. **Autsch**  Naja, wenn's sein muss ... Augen zu und durch ! Heute geht es nach der Bestrahlung sowieso erst einmal ins Wochenende. **freu**

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08. Februar 2010 - Die 13. Bestrahlung und Bestrahlungsfeld-Dokumentation im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Wie schon am Freitag erwähnt, findet der heutige Bestrahlungs-Termin schon um 11:45 Uhr statt. Entgegen der Prognose der Röntgen-Assistentin geht die Vermessungs- und Dokumentations-Prozedur ganz schnell (nur 10 Minuten) und fast schmerzlos über die Bühne. Ich bin richtig glücklich, dass ich problemlos von meiner "Folterbank" steigen kann und mein Rücken nur vernachlässigbar weh tut. Wieder daheim angekommen, gönne ich mir erstmal ein "Dreckiges" (Hessischer Ausdruck für ein Bier mit Cola) und setze mich gemütlich an den Computer, um mein Tagebuch zu ergänzen.

Beim Aufräumen eines Papierstapels auf meinem Schreibtisch fällt mir die Schutzengel-Karte meiner Kollegen in die Hände, die sie mir übergeben haben, als ich im Januar im Büro zu Besuch war. Ich habe mich über diese Karte mit den Unterschriften der Kollegen sehr, sehr gefreut und jetzt, da ich sie wieder in den Händen halte, beschließe ich, sie zu fotografieren und in mein Tagebuch einzustellen. Gesagt, getan...  (-> Bild 5).

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12. Februar 2010 - Die 17. Bestrahlung im Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt

 

Die Woche (Montag bis heute) ist wie im Flug vergangen; jetzt ist es Freitag und das "strahlenfreie" Wochenende steht bevor. Heute ist die 17. Bestrahlung ... also habe ich jetzt die Hälfte der Bestrahlungen hinter mir und kann mal ein Fazit ziehen: körperlich spürbare Nebenwirkungen gibt es bis jetzt so gut wie keine, die Pflege des Bestrahlungsfeldes mit Puder (ohne Wasser und Seife) ist lästig, das Nachzeichnen mit dem Edding kitzelt und die 2 Stunden täglich, die bei der Hin- und Her-Fahrerei draufgehen nerven mich. Alles in allem kann ich mich aber nicht beklagen und so sehe ich den weiteren Terminen mit Gelassenheit entgegen. Jetzt freue ich mich erstmal ganz doll auf das Wochenende, denn morgen ist ein toller Tag für mich ... warum, werde ich am Sonntag schreiben.  Soviel sei schon verraten: es hat nichts mit meinem Schalentier zu tun.  *geheimnisvollguck*

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14. Februar 2010 - Valentins-Tag und mal was anderes als Krebs, Arzttermine und Bestrahlungen .....

 

Gestern war für mich ein ereignisreicher und freudiger Tag. Schöne Erlebnisse und Freude sollen ja für Krebskranke sehr positiv und somit "heilend" sein; meine Lebensgeister haben also zusätzlich noch einen Kick bekommen. Aber ich erzähle lieber der Reihe nach... *fröhlichguck*

Am 01. September 2009, genau 1 Tag vor Ablauf der Abwrackprämie und über 2 Monate vor der Krebsdiagnose, habe ich mir ein neues Auto bestellt. Mein alter Opel Corsa (unser Zweitwagen, mit dem ich eigentlich nur ins Büro/zurück fahre) hatte bereits knapp 14 Jahre auf seinem runden Buckel und irgendwann demnächst wäre sowieso ein neuer fahrbarer Untersatz fällig gewesen; da kam mir das Thema „Abwrackprämie“ gerade recht und ich stellte mir mein Traumauto (wieder einen Corsa) zusammen: Klimaanlage, zweitürig, Metalliclackierung, sportlich und mit viel technischem Schnickschnack versehen, ging mein neues Auto’chen im September „in Produktion“ und sollte, laut dem freundlichen Verkäufer beim Händler, irgendwann Mitte Dezember geliefert werden. Du meine Güte, über 3 Monate Wartezeit … das erschien mir damals ziemlich lang. Da mein kleiner alter „Schnuckel“ aber noch gut in Schuss war (im Juni 09 mit Bravour durch den TÜV gekommen) brauchte ich den Neuen ja nicht zwingend.

Am 06. November 09 dann die Diagnose: Lungenkrebs. Am Abend dieses verhängnisvollen Tages sagte ich zu meinem Mann: „Am Montag rufe ich bei OPEL an und mache den Kauf rückgängig… für das halbe Jahr, das ich noch lebe, brauche ich kein neues Auto mehr. Außerdem ist mir jetzt sowieso alles egal.“   Joachim’s Reaktion kam prompt: „Das kommt überhaupt nicht in Frage!! Du hast dich so darauf gefreut und jetzt bleibt es dabei. Auch wenn du nicht mehr lange leben solltest, was ich aber auf keinen Fall glaube, so hast du wenigstens diese Zeit noch deine Freude… alles andere ist egal. Basta.“  Mein lieber, schlauer, fürsorglicher Ehemann… er hat ein weises Machtwort gesprochen und mir damit den gestrigen Freudentag beschert. Letzte Woche, nach über 5 Monaten Wartezeit, wurde endlich mein neuer Schnuckel geliefert und auf mich zugelassen und wir konnten ihn gestern Vormittag abholen und das alte Auto abgeben. Ein kleines bisschen Wehmut war allerdings auch dabei: 14 Jahre hat mich mein kleiner Flitzer begleitet und nie im Stich gelassen und jetzt kommt er einfach so in die Schrottpresse...

Nachdem wir die Autos beim Händler ausgetauscht und die Formalitäten erledigt hatten, sind wir zur Feier des Tages fürstlich und ganz lecker ins Restaurant „Schuhbeck’s Check Inn“ essen gegangen. Es war ein rundum gelungener, schöner Tag, der sicherlich auch zu meiner weiteren Genesung beiträgt... vom Herumkutschieren mit meinem neuen, schicken fahrbaren Untersatz mal ganz abgesehen. *freufreufreu*                   

                                                                                     ...und das ist das gute Stück !! ----->

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19. Februar 2010 - Zwei Drittel der Bestrahlungen sind geschafft

 

Diese Woche ist nichts Entscheidendes passiert; alles ging/geht seinen gewohnten Gang. Heute war die 22. Bestrahlung und somit habe ich zwei Drittel der 33 vorgesehenen Bestrahlungen geschafft. Mir geht es nach wie vor sehr gut, Nebenwirkungen halten sich bis jetzt absolut in Grenzen und an den täglichen Termin und die damit verbundenen "verlorenen" 2 Stunden habe ich mich mittler- weile gewöhnt. Jetzt steht einem schönen, entspannten Wochenende nichts mehr im Wege ... ich freu' mich drauf.

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27. Februar 2010 - Resumée der vergangenen Woche und "Geburtstagsessen"

 

Die vergangene Woche verging "strahlentechnisch" in gewohntem Rhythmus. Gestern war die 27. Bestrahlung und somit liegen nur noch 6 der vorgesehenen 33 Anwendungen vor mir; das Ende ist also in Sicht. Mir geht es nach wie vor sehr gut, denn nennenswerte Nebenwirkungen habe ich, bis auf die bereits erwähnte Müdigkeit, keine zu beklagen. Wenn ich ganz genau in mich hinein horche und meinen Körper eindringlich befrage, dann spüre ich auf dem Rücken, etwas unterhalb des rechten Schulterblatts einen gewissen Druckschmerz, aber wirklich nur, wenn ich besonders darauf achte.

Während der letzten Woche habe ich mich ausgiebig mit dem Internet beschäftigt und mich über einige alternative Zusatz-Therapien informiert, speziell über Mistel-Therapie bzw. Mistel-Anwendungen. Du meine Güte ... es gibt sooooo wahnsinnig viele verschiedene Therapien, Meinungen, Ansätze, Heilpraktiker, "Pro"- und "Contra"-Ärzte, dass mir der Kopf schwirrt und ich nicht weiß, nach welchen Kriterien man da eine Auswahl treffen kann/sollte. Nach stundenlanger Recherche über die Mistel bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich erstmal meinen Onkologen (übernächste Woche) befragen werde, was er davon hält.....

Und jetzt kommt das Highlight des Tages: mein Schatz hatte gestern Geburtstag und zur Feier des Tages waren wir heute wieder im "Schuhbeck's Check Inn" zum Essen. Es war (wie immer) ganz köstlich in diesem "Schlemmertempel" und wir haben uns die Bäuche mit leckeren Sachen vollgeschlagen. *mmmhh*  Morgen (Sonntag) wird nur gefaulenzt und verdaut. Jaaaa, das Leben ist schööön...

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01. März 2010 - Monatliche Erledigungen

 

Heute vormittag ist wieder der monatliche Termin bei meiner Hausärztin, um das Rezept für meine Medikamente (Magenschutz und Sprays zum Inhalieren) zu holen.  Anschließend geht es zur Apotheke und danach zur Krankenkasse, denn der monatliche Antrag für das Krankengeld muss abgegeben werden.

Nachdem alle Wege erledigt sind, mache ich es mir zuhause auf dem Sofa mit einem Topf Kaffee gemütlich und warte auf mein Taxi, das mich zur 28. Bestrahlung bringt. Noch 5 Mal "strahlen" und auch diese Therapie ist Geschichte...

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03. März 2010 - Zweiter Besuch bei den Arbeitskollegen im Büro

 

Morgens um 9:30 Uhr mache ich mich auf den Weg ins Büro, um wieder mal meine Arbeitskollegen zu besuchen und mein Mail-Konto ein bisschen aufzuräumen. Ich werde mit großem Hallo und einem tollen Blumenstrauß in wunderschönen Frühlings-farben (-> Bilder 7+8) empfangen und "schwätze" mich von einem Büro-Zimmer zum nächsten. Es ist schön, sich mit den Kollegen auszutauschen, über mein "gesundes" und "erholtes" Aussehen Komplimente einzuheimsen und einfach mal wieder etwas anderes zu sehen/zu hören als Krankheit und Lungenkrebs. Wir sprechen zwar über meine Erkrankung und die laufende Therapie, aber da ich von Anfang an sehr offen damit umgegangen bin, sind die Gespräche vom Tenor eher unbefangen und mehr informativer Natur. Meine Kollegen haben kein Problem, mich auf den Krebs anzusprechen oder Fragen zu stellen, weil sie wissen, dass ich selbst auch kein Problem damit habe ... und das ist gut so !

Nach einem gemeinsamen gemütlichen Mittagessen, gesponsert von meinem Chef, schaue ich noch kurz in mein Mail-Postfach und muss mich kurz darauf leider schon verabschieden, da ich um 14:30 Uhr zuhause sein muss, um dann zur Bestrahlung gefahren zu werden. Meine Zimmerkollegin und ich vereinbaren, dass ich nächste Woche (wahrscheinlich Dienstag) wieder hereinschaue, um bei der Einrichtung unseres neuen Büros mitzuhelfen (wo kommen unsere Schreibtische hin? Bilder wo aufhängen? Wo stellen wir die Pflanzen hin? usw.) ... und meinen PC muss ich auch wieder richtig einrichten, auf dem nach einer Systemumstellung zur Zeit nur das Nötigste installiert ist.

Im Nordwest-KH spreche ich vor der heutigen Bestrahlung noch mit einem Arzt wegen des Ports und er macht für mich direkt einen Termin für Donnerstag, den 18. März, 7:30 Uhr zur OP. Den Montag zuvor (15. März) muss ich zwecks Blutabnahme um 10:00 Uhr im Nordwest-KH erscheinen, damit für die OP ein Blutbild erstellt werden kann. 

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05. März 2010 - Das "Gute-Laune-Wochenende" ist in Sicht

 

Heute ist die vorletzte Bestrahlung ... nur noch am Montag 1 Mal und ich hab' die Strahlentherapie geschafft. Wie immer werde ich um 14:30 Uhr abgeholt und ins NW-KH kutschiert. Am Empfang gebe ich auf "Anweisung" meiner Taxifahrerin Bescheid, dass am Montag die letzte Bestrahlung ist und deshalb die Bescheinigung für die erfolgten Fahrten fertig gemacht werden kann. Beim Abschlussgespräch bekomme ich die Unterlage dann gleich am Montag ausgehändigt.

Wieder daheim angekommen, holen Joachim und ich meinen 85-järigen Vater ab und wir drei Hübschen fahren zum Essen in ein gemütliches Restaurant. Nach dem Abendessen liefern wir Papa wieder zuhause ab und machen uns auf den Heimweg. Jetzt kann das Wochenende kommen; wir freuen uns darauf, denn wir haben viel vor (was wir vorhaben, wird jetzt nicht verraten *ätsch*).

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08. März 2010 - Ende der Strahlentherapie

 

Joachim meinte, mein "strahlendes Dekolleté" müsse unbedingt dokumentiert werden; also gab es am vergangenen Samstag eine "Fotosession" (-> Bild 9). Die Haut ist zwar sehr trocken und relativ "gebräunt", aber ansonsten habe ich nichts zu meckern. Am Ende der Strahlentherapie kann ich jetzt sagen, dass ich die 33 Bestrahlungen prima überstanden habe und es mir derzeit sehr gut geht. Wieder habe ich eine Etappe gemeistert und kann mich jetzt auf die bevorstehende Chemotherapie konzentrieren, die schon bald nach der Port-Operation (18. März) losgehen soll. Ich bin zuversichtlich und guter Dinge; der beginnende Frühling trägt natürlich auch zu meiner fröhlichen Stimmung bei.

Da am Sonntag wunderbarer Sonnenschein war, haben Joachim und ich uns zu unserer ersten Fototour nach der Krebs-Diagnose aufgemacht. Wegen des eiskalten Windes haben wir es zwar nicht lange draußen ausgehalten, aber ein paar Bildchen der nach dem harten Winter erwachenden Natur haben wir doch in den Kasten bekommen (-> Bild 10). Dieser Streifzug in die nähere Umgebung war zwar kurz, aber hat viel Spaß gemacht ... und wird sicher bald wiederholt. Ich freu' mich drauf ! :-)

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10. März 2010 - Nachtrag zum Ende der Strahlentherapie

 

Laut heute erhaltenem Arztbrief der Radioonkologie des NW-Krankenhauses habe ich in der Zeit vom 20.01.10 - 08.03.10  eine Radiatio des Mediastinums mit einer Gesamtdosis von 59,4 Gy  bekommen.

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Fortsetzung  ---> hier

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